Programm

bis 9:30 Uhr      
  Empfang und Registrierung der Teilnehmer    
9:45 Uhr     
  Begrüßung durch Veranstalter, Partner und Gastgeber    
10:00 Uhr     
Einführung
 
Klärung des Begriffes Design –
„Ästhetik – Lustfaktor im Design“
Kaum ein Begriff ist so missverstanden oder falsch interpretiert worden wie der Begriff Design. Von der Sentenz „Design sei Kunst, die sich nützlich macht“ bis hin zur Aussage „Gutes Design sei möglichst wenig Design“ wird alles geboten, was zur Verwirrung beiträgt. Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff Ästhetik, der zum Synonym für „das Schöne“ verkommen ist. Dass Design ohne Ästhetik nicht denkbar ist, und dass Ästhetik die Kraft ist, aus der unser Gefühlsleben gespeist wird, ist den meisten unbekannt.
Prof. Rido Busse, Geschäftsführender
Alleingesellschafter, busse design ulm gmbh, Ulm
 
 
10:40 Uhr     
Fallbeispiel   Von der Idee zum Erfolg – Design als Kernelement
der Markteinführung eines neuen Achterbahn-Fahrzeugs
In ihrer Produktsparte „Amusement Rides“ spezialisiert sich die Firma Maurer Söhne auf den Bau von Achterbahnen. Durch die Entwicklung des innovativen „X-Car Coasters“ gelang die rasche Erschließung eines völlig neuen Marktsegmentes. Das
Produktdesign und seine konsequente Ableitung aus den bestehenden Anforderungen spielte dabei eine entscheidende Rolle.
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Beutler,
Geschäftsführer Anlagenbau, Maurer Söhne GmbH
& Co.KG, München

 
11:20 Uhr      
Fallbeispiel   Keine Dampfwalzen, sondern High-Tech-Maschinen
für den Straßenbau – Visualisierung durch Design
HAMM, einer der weltweit führenden Hersteller von Straßenwalzen, hat in den letzten Jahren mit seiner Designphilosophie seine Marktposition in einem international umkämpften Markt deutlich gestärkt. Design ist dabei kein Selbstzweck, sondern dient der Entwicklung von Ergonomie und Funktion der Maschinen. HAMM spielt hier eine Vorreiterrolle im Bereich Straßenbau, was auch eine Vielzahl von internationalen
Designpreisen unterstreicht.
Gottfried Beer, Leiter Marketing und
Produktmanagement, HAMM AG, Tirschenreuth
 
12:00 Uhr      
Fallbeispiel   Industriedesign bei Voith
Vorbei sind die Zeiten in denen Investitionsgüter-Anlagen nach der Menge an verbautem Stahl beurteilt wurden. Das Design der Voith-Papiermaschinen soll
die Wertigkeit und Qualität dieser High-Tec-Anlagen nach außen sicht- und erkennbar machen. Dabei ist das Produkt- und Industriedesign ein Teil des Markenprozesses, mit dem Ziel Voith unverwechselbar zu machen und die Voith-Werte in den Zielgruppen zu verankern.
Roland Kaiser, Senior Manager Corporate Branding/
Design, Voith AG, Heidenheim
 
12:40 Uhr      
Mittagspause  Gemeinsames Mittagsessen  
14:00 Uhr      
Fallbeispiel   Der Designprozess am Beispiel Omnibus
NEOMAN Bus ist der Geschäftsbereich Omnibus der MAN Nutzfahrzeuge Gruppe. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet Omnibusse der Marken MAN und NEOPLAN. Wenn Design richtig in den Entstehungsprozess eines Produktes eingebunden ist, dann bewirkt und hilft Design allen Beteiligten aus den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern, bessere Ergebnisse zu erzielen.
Stephan Schönherr, Leitung Design NEOMAN &
Markenverantwortung Design MAN Bus,
NEOMAN Bus, Salzgitter
 
14:40 Uhr      
Fallbeispiel   Schöne Produkte verkaufen sich von selbst!
Zu gerne würden wir hier mit „ja“ antworten und somit Unmengen von Vertriebsmitarbeitern in den Vorruhestand schicken. Doch die Realität (= der Kunde!)
sieht da etwas anders aus. Wer auf die Bedürfnisse, Fragen und Probleme der Kunden eine Antwort weiß hat einen klaren Vorteil. Und umso leichter fällt unserem
Kunden die Kaufentscheidung. Schönes Design ist die eine Sache, doch wohin mit soviel Schönheit? Und was macht mein Kunde damit? SEW-EURODRIVE beschreitet seit einiger Zeit neue Wege in der Branchen- und Produktkommunikation – mit durchschlagendem Erfolg.
Markus Süss, Leiter Advertising & Exhibitions,
SEW-EURODRIVE GmbH & Co.KG, Bruchsal
 
15:20 Uhr      
Kaffepause   
16:00 Uhr      
Fallbeispiel   Wie gewinnt eine Sicherheits-Lichtschranke einen
Designpreis?
SICK ist einer der weltweit führenden Hersteller von intelligenten Sensoren und Sensorlösungen – ein Technologieunternehmen der Investitionsgüterindustrie. In vielen Bereichen werden Sensoren mehr und mehr zu Commodity Produkten, so gewinnt neben der reinen Funktion das Produktdesign in Form von Geometrie, Material und Verarbeitung zunehmend an Bedeutung, um sich in diesem umkämpften Markt zu differenzieren.
Heiko Kahle, Produktmanagement Industrial Safety
Systems, SICK AG, Waldkirch
 
16:40 Uhr      
Fallbeispiel   Design Management – ein strategisches Mittel für
den Unternehmenserfolg
Wozu überhaupt Design? Und das auch noch bei Investitionsgütern, die im Schaltschrank, im Keller oder in der Maschine „verschwinden“! Um die Potenziale
gezielter Produktgestaltung, wie Differenzierung zum Mitbewerb, ergonomische Optimierung, Zusammenfassung diversifizierter Produktportfolios, Aufbau und Führung einer Marke etc. zu nutzen, muss sie integraler Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses sein. Stichhaltige Begründungen, Erklärungen und Argumentationshilfen zu diesem Themenkomplex kombiniert mit Produktbeispielen aus dem Bereich Automation and Drives der Siemens AG und anderer Unternehmen der Investitionsgüterindustrie sind Inhalt dieses Vortrages.
Gunter Ott, Director A&D Design Management,
Siemens AG Automation and Drives, Nürnberg

 
 
17:20 Uhr      
Zukunftstrends  „Zukunftstrends von Axel Thallemer“
Design steht heute meist für „zwar auffallend, jedoch schlechter funktionierend, dafür aber teu(r)er“. Ausgehend von einem Rückblick über die Entstehungsgeschichte dieses Berufstandes im vorigen Jahrhundert wird der Bogen über die Kulturkreise Asien, Amerika, Europa und Afrika (Australien) in die Zukunft gespannt. Dabei fi nden bildungspolitische Aspekte ebenso Beachtung, wie der industrielle Kontext. Es wird eine Möglichkeit aufgezeigt, wie sowohl vom universitären Ausbildungssystem (siehe www. scionic.at), als auch in der Investitionsgüterindustrie eine bessere Ertragschance generiert werden kann,
wenn „Design“ nicht diesbezüglichen Laien (Entwicklung, Marketing, Werbung) überlassen wird, sondern stattdessen selbst fachlich ausgeführtem Styling die
Absage erteilt wird und Design eben als das begriffen wird, was es eigentlich ursprünglich immer war: Prozeß und viel mehr noch Innovation, einschließlich der
Material- und Fertigungstechnologien.
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Axel Thallemer, Vorstand
Institut Space & Design, Leiter Industrial Design,
Universität für industrielle und künstlerische
Gestaltung, Linz
 
 
18:00 Uhr      
Schlußdiskussion  Moderierte Diskussion mit allen Teilnehmern   

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